21.Jun 2021

Interview mit Dr. med. vet. Katrin Timm – Spezialistin für Dermatologie, Dipl. ECVD

Frau Dr. Timm, Sie sind Diplomate für Dermatologie, wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Ich arbeite als Belegärztin für Dermatologie in drei verschiedenen Privatkliniken in der Schweiz. Neben der klinischen Arbeit stehen auch Vorträge auf Kongressen sowie die Durchführung von kleineren Weiterbildungen für Tierärzte oder Tierbesitzer an. Außerdem arbeite ich an dermatologischen Studien mit.

DiploVets hat es sich zum Ziel gesetzt, die Expertise von Diplomates für jeden Tierarzt zugänglich zu machen. Welche Chancen sehen Sie durch DiploVets in der Dermatologie?

Diplomates für Dermatologie sind nicht in jeder Region verfügbar. Somit hat nicht jeder Tierarzt die Möglichkeit, komplizierte Fälle an einen Dermatologen zu überweisen. Mit DiploVets bietet sich die Möglichkeit, eine Zweitmeinung von einem Spezialisten unter Zusendung der bisherigen Krankengeschichte zu erhalten und die Aufarbeitung und Behandlung dieser Fälle zu verbessern.

Was sind typische Befunde, die Sie beurteilen müssen?

Bilder der veränderten Hautpartien und Laborbefunde wie Hautzytologien, Hautbiopsieberichte und Ergebnisse von serologischen Allergietests.

Was muss der Praktiker machen, um eine wertvolle telemedizinische Diagnose zu erhalten?

Das Wichtigste ist der ausführliche Vorbericht inklusive dem Wissen um die Umgebung und Fütterung des Tieres, gute Bilder der betroffenen Hautveränderungen und so viele Laborinformationen wie möglich. Weiterhin sind Informationen über Vorbehandlungen sehr wichtig, mit genauen Angaben der Wirkstoffe und Dosierungen sowie der Behandlungsdauer und des Behandlungserfolgs.